Die Mutter, die ich sein wollte. Die Tochter, die ich bin.

9783991002550Die Mutter aller Beziehungen, so nennen die Journalistinnen Birgit Fenderl und Anneliese Rohrer die Mutter/Tochter-Beziehung in ihrer gemeinsamen Bestandsaufnahme derselben. Die Analogie zur ‚Mutter aller Schlachten‘ (© Saddam Hussein) ist möglicherweise weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich (© Heinrich Böll), aber die Etikettierung mit kriegerischem Unterton sollte wohl besser mit einem Augenzwinkern verstanden werden, denn zum Glück ist das Feld, auf dem sich die Beziehungen abspielen, nicht immer eine Kampfzone. Manchmal aber doch.

In 17 Beiträgen zeigen die Autorinnen, wie unterschiedlich Frauen ihre Rolle als Mutter und/oder Tochter wahrnehmen und leben. Die Bandbreite reicht vom symbiotischen Miteinander bis zu größtmöglicher Distanz, und die Präsentation all dieser Varianten erfolgt unter einer klaren Prämisse:

Wir sind keine Therapeutinnen und haben auch keinerlei therapeutischen Ansatz. Wir sind Journalistinnen, die gelernt haben, genau hinzuschauen und gut zuzuhören. (S. 12)

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