weg

Vietnam ist total angesagt. Ich war im Februar dort, eine meiner Kolleginnen bereist das Land gerade jetzt und meine beste Freundin hat schon gebucht. Somit scheint es fast logisch, dass Doris Knecht, eine Autorin, die mich schon in der Vergangenheit immer wieder damit  verblüfft hat, wie genau sie aktuellen gesellschaftlichen Strömungen nachspüren kann, die Protagonisten ihres neuesten Romans in das Land in Südostasien schickt. In weg machen sich Georg und Heidi also dorthin auf, um ihre gemeinsame Tochter Charlotte zu suchen. Lotte ist 23, psychisch krank und das Einzige, was die beiden bis zu ihrem Wiedersehen in Saigon gemeinsam haben. Sehr bald nach der ungeplanten Schwangerschaft war Heidi, Austauschstudentin in Wien, wieder nach Deutschland zurückgekehrt, hatte geheiratet und mit neuem Mann und zweitem Kind ein Leben im Reihenhausidyll in der Nähe von Frankfurt begonnen, während der Bummelstudent Georg gemeinsam mit seiner neuen Partnerin Lea im Waldviertel den Gasthof seiner Eltern übernommen hatte. Lotte hatte er immer nur in den Ferien einige Wochen gesehen, während Heidi das ganze Jahr über darauf konzentriert war, alles richtig zu machen, um die psychische Erkrankung ihrer Tochter in den Griff zu bekommen. Das schien ihr auch gelungen zu sein, bis Lotte plötzlich aus ihrer WG in Berlin abgehauen war. Das Verschwinden ihrer Tochter beschert Heidi die erste Flugreise ihres Lebens, Georg eine Trennung von seinen geliebten Kindern, seiner geliebten Frau und seiner weniger geliebten Mutter und beiden eine Reise durch Südvietnam und Kambodscha, auf der für die Touristenattraktionen keine Zeit bleibt, die aber zumindest kulinarisch einiges zu bieten hat und auch das Familiensystem neu ordnet.

_MG_9047Meine Meinung: Doris Knechts Roman ist kein Reisebericht, aber trotzdem nimmt die Schilderung der Gegebenheiten in Vietnam und Kambodscha in der Geschichte viel Raum ein und deckt sich, was Vietnam betrifft, mit meinen Beobachtungen. Einer der ersten Eindrücke ist für Reisende meist die unüberschaubare Flut an Mopeds, auf denen sich die Vietnamesen und einige wagemutige Touristen ihren Weg durch die Städte und über Land bahnen, und zwar nicht allein oder zu zweit, sondern auch mal zu viert oder zu fünft, wahlweise auch mit Hühnerkäfigen oder Bambusstangen im Gepäck. _MG_7101Und Mopeds sind der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht. Auf einem Moped waren Heidi und Georg auf den Kahlenberg bei Wien gedüst, um dort in einer warmen Sommernacht Charlotte zu zeugen. Jetzt steht das Moped in desolatem Zustand in Georgs Schuppen. Mopeds sind das Erste, was Heidi nach ihrer Ankunft in Saigon in die Augen springt, und das Erste, was sie in Angst und Schrecken versetzt. Aber sie muss sich dieser Angst stellen, denn um auf die andere Straßenseite zu gelangen, muss sie sich ihren Weg durch die Mopeds bahnen, und um Charlotte zu finden, muss sie wieder hinter Georg auf dem Sozius Platz nehmen. 

Nachdem ich von Doris Knechts Wald restlos begeistert war, fand ich Besser und Alles über Beziehungen dann immer noch gut, aber nicht mehr ganz so überwältigend. Mit weg hat die Autorin mir jetzt aber bewiesen, dass sie immer noch sehr genau auf unser mitteleuropäisches Wohlstandsleben und unsere Erste-Welt-Probleme schauen kann, ohne dabei zu sehr auf den Unterhaltungswert zu schielen. Sie  wirft Schlaglichter auf einzelne Szenen und Entwicklungen, die Heidi und Georg schließlich auf eine Trauminsel in Kambodscha führen, und verzichtet darauf, jeden einzelnen Faden der Geschichte bis zum Ende zu erzählen. Die nächste Etappe wird aber möglicherweise auf einem Moped zurückgelegt. 

Im Interview erzählt die Autorin, ein zentrales Thema sei für sie die durch Marihuanakonsum ausgelöste psychische Erkrankung von Charlotte gewesen. Dieser Zusammenhang kommt in der Geschichte nicht so deutlich zum Ausdruck, wie das notwendig wäre, um eindringlich davor zu warnen, der Input hat mir aber genügt, um meine eher liberale Einstellung zu diesem Thema ernsthaft zu überdenken.

Weitere Besprechungen des Romans gibt es bei letteratura, bei masuko13 und bei meineliteraturwelt.

Doris Knecht, weg. Rowohlt Berlin 2019. 304 Seiten. Ich danke dem Rowohlt-Verlag herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Meine Zeit mit Eleanor

27. April 1945. Die Journalistin Lorena Hickok wartet in einer Wohnung in Manhattan of Eleanor Roosevelt, seit zwei Wochen Witwe des 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten, und erinnert sich an die erste Begegnung mit der Frau, deren heimliche Geliebte sie seit vielen Jahren ist. Heimlich war die Liebe dabei nur für die Öffentlichkeit: Sowohl Franklin D. Roosevelt als auch das berufliche und private Umfeld des Paares wusste über die Beziehung Bescheid, denn schon kurz nach diesem ersten Zusammentreffen im Jahr 1932 hängte die Reporterin ihren Job bei der Associated Press an den Nagel und zog zum frischgekürten Präsidenten und der First Lady ins Weiße Haus. In Meine Zeit mit Eleanor lässt Amy Bloom diese Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen Revue passieren. Sie erzählt von glücklichen Momenten und großen und kleinen Kränkungen, die ‚Hick‘ sich gefallen lässt, während gleich nebenan Weltpolitik gemacht wird. Die Ich-Erzählerin teilt mit den Leser*innen aber auch Details darüber, wie sie es aus tristen Familienverhältnissen in South Dakota in Redaktionsräume in New York geschafft hat, und wir erfahren dabei mehr als Eleanor je erfahren hat.

Meine Meinung: Ich habe den Roman schon vor einem Jahr im englischen Original gelesen und war  davon sehr angetan (siehe Weiße Häuser & First Ladies). In die letzte Woche erschienene deutsche Übersetzung wollte ich eigentlich nur hineinlesen, konnte dann aber einfach nicht aufhören, Amy Blooms Erzählweise hat mich sofort wieder in die Geschichte hineingezogen. Ausgehend vom Zusammentreffen der beiden Frauen im April 1945 präsentiert sie eine geschickt zusammengestellte Collage von Episoden aus deren  Leben, ergänzt mit Geschichten über FDR, seine Affären und sein Umfeld und der einen oder anderen spöttischen Bemerkung über Berühmtheiten wie Wallis Simpson oder die politischen Geschehnisse der damaligen Zeit. So mixt Bloom Anekdoten mit Szenen, die unter die Haut gehen, und lässt Hick als Erzählerin dabei zu journalistischer Höchstform auflaufen. Dass die Autorin selbst als Journalistin tätig war – unter anderem arbeitete sie für die New York Times – hat dabei sicher nicht geschadet. 

Auch wenn Amy Bloom in den Nachbemerkungen betont, dass sie eine „von der ersten bis zur letzten Seite fiktive“ Geschichte erzählt (S. 266), klingt diese glaubwürdig, stimmig und authentisch. Das verdankt sie wahrscheinlich vor allem der genauen Recherche und dem Studium der 3000 Briefe umfassenden Korrespondenz zwischen den beiden Frauen. Nicht zuletzt hat auch die ausgezeichnete Übersetzung von Kathrin Razum zum Vergnügen beim Wiederlesen beigetragen. Sie trifft den flapsig-eleganten bis nüchtern-groben und erstaunlicherweise gleichzeitig rührend-zärtlichen Ton des Originals punktgenau.

Amy Bloom, Meine Zeit mit Eleanor. Übersetzung aus dem Amerikanischen von Kathrin Razum. Atlantik Bücher im Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2019. 269 Seiten.

Ich danke dem Atlantik Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Im englischen Original: White Houses. Granta Books 2018. 216 Seiten. 

Zeiten des Aufbruchs

Vor einigen Wochen habe ich Euch die von Carmen Korn gelesene Hörbuchversion ihres Romans Töchter einer neuen Zeit vorgestellt. Darin begleitet die Autorin 4 Frauen, alle um 1900 in Hamburg geboren, von ihrer Jugend bis ins Jahr 1949. In Zeiten des Aufbruchs erzählt sie, was das Leben für  Henny, Käthe, Ida und Lina in den nächsten zwei Jahrzehnten bringt. Während Käthe, die aus politischen Gründen im KZ war, vorläufig verschwunden bleibt und auch ihr Mann Rudi noch nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist, beginnt sich Ida an der Seite ihrer großen Liebe Tian zu langweilen. Henny, die in zweiter Ehe mit einem überzeugten Nazi verheiratet war, muss sich Wahrheiten stellen, vor denen sie bisher lieber die Augen verschlossen hat, und ihrer Schwägerin Lina gelingt es, ihr privates Glück mit einem beruflichen Neuanfang als Buchhändlerin zu kombinieren. Obwohl Hamburg stark vom Krieg in Mitleidenschaft gezogen worden war, geht es in der Zeit des Wirtschaftswunders für alle aufwärts, und davon profitiert vor allem auch die nächste Generation. Hennys Tochter Marike studiert Medizin, ihr Sohn Klaus macht beim Rundfunk Karriere, Florentine, die Tochter von Ida und Tian, reist als Fotomodell durch die Welt, und Ruth, die in sich gekehrte Adoptivtochter von Käthe und Rudi, kann sich im Studium verwirklichen und zeigt starkes politisches Engagemen

Meine Meinung: Der erste Teil von Carmen Korns Trilogie hat mir gut gefallen, und nun wollte ich wissen, wie es im Leben ihrer vier Protagonistinnen weitergeht. Die Autorin beschreibt dieses Leben  auch im zweiten Teil wieder vor dem Hintergrund der Geschichte Deutschlands und ihrer Heimatstadt Hamburg und lässt viele Details dieser Geschichte in ihre Erzählung einfließen. Weiterlesen »

Lise Meitner – Pionierin des Atomzeitalters

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Vor kurzem stellte das Autor*innenpaar David Rennert und Tanja Traxler in der Buchhandlung Leo in Wien Lise Meitner – Pionierin des Atomzeitalters vor. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, schließlich ist die Biographie der österreichischen Physikerin das Wissenschaftsbuch des Jahres 2019. Ehrengast war Monica Frisch, Lise Meitners Großnichte. Deren Vater, Otto Robert Frisch, war nicht nur der Neffe, sondern auch ein enger Kollege der 1878 in Wien geborenen Wissenschaftlerin.  Die jüdische Familie musste vor den Nazis fliehen, daher wurde Monica Frisch  auch im Exil geboren und lebt bis heute in Großbritannien. Der Besuch in der Heimat ihrer Eltern ist ihr erster seit 50 Jahren.

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Monica Frisch (r.) und Ulla Remmer von der Buchhandlung Leo

Lise Meitners Flucht vor den Nazis nimmt in ihrer Biographie natürlich breiten Raum ein und hatte auch wesentlichen Einfluss auf ihre Karriere, David Rennert und Tanja Traxler gingen in ihrer Präsentation und Lesung aber vor allem auf die Schwierigkeiten ein, die Lise Meitner überwinden musste, um als Frau einen Platz in der Welt der Wissenschaft zu finden. Der Weg war von Anfang an steinig. Die Matura, Voraussetzung für die Zulassung zu einem Hochschulstudium, darf sie als Mädchen nur auf dem Weg der Externistenprüfung ablegen, erst dann kann sie als eine der ersten Frauen 1901 an der Universität Wien ihr Physikstudium an aufnehmen. 1907 geht sie nach Berlin, um ihre akademische Laufbahn fortzusetzen,  sich nicht darum kümmernd, dass Frauen in der Wissenschaft dort noch weniger gern gesehen sind als in Wien. Trotzdem kann sie sich durchsetzen und macht gemeinsam mit dem Chemiker Otto Hahn, mit dem sie in Berlin von Anfang an zusammenarbeitet, zahlreiche Entdeckungen, die unser Verständnis der Welt für immer verändert haben. Die jahrzehntelange Zusammenarbeit mündet schließlich in der Entdeckung der Kernspaltung.  Die Liste der Persönlichkeiten, mit denen sich Lise Meitner ausgetauscht und mit denen sie im Laufe ihrer Karriere gemeinsam geforscht hat, liest sich wie ein Who-is-Who der Welt der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts: Neben Otto Hahn und Otto Robert Frisch arbeitet sie unter anderem mit Ludwig Boltzmann, Albert Einstein, Max Planck, Niels Bohr, Enrico Fermi und Erwin Schrödinger zusammen. Als Hahn 1945 den Nobelpreis enthält, lebt Lise Meitner in Schweden im Exil und geht vollkommen zu Unrecht leer aus. Einerseits ist sie persönlich enttäuscht darüber, dass Hahn ihren Beitrag in seiner Dankesrede nicht hinreichend würdigt, andererseits übt sie sich ihr ganzes Leben lang in zurückhaltender Bescheidenheit – ein typisches Frauenschicksal nicht nur der damaligen Zeit.

Meine Meinung: Eine Biographie als Wissenschaftsbuch des Jahres? Das erschien mir zunächst etwas überraschend, aber das Autor*innenduo Renner/Traxler hat es zustande gebracht, beides zu vereinen: in vier Teilen (Aufbereitung – Strahlung – Kernspaltung – Spaltprodukte) zeichnen sie den persönlichen Werdegang einer Forscherin nach und beschreiben parallel dazu die wissenschaftlichen Fortschritte, an denen diese beteiligt ist, auf eine Weise, die die Geschichte der Entdeckung der Kernspaltung auch für Laien verständlich macht. Die Kombination Politikwissenschafter/Historiker (David Rennert) und Physikerin/Philosophin (Tanja Traxler) bringt ein Buch zustande, dessen leichte Lesbarkeit nicht auf Kosten des Informationsgehalts geht. Ein besonders erhellendes Kapitel beleuchtet dabei die Frage, wie es passieren konnte, dass eine Frau, die insgesamt 48mal für den Nobelpreis nominiert war, diesen nie bekommen hat. 

Auf Interpretationen und Wertungen verzichten die Autor*innen weitgehend, sie lassen Fakten und Aussagen der Wissenschafterin sprechen. Ihre Recherchen beruhen dabei vor allem auf der genauen Auswertung von Lise Meitners persönlicher Korrespondenz. Das lässt hinter der engagierten und erfolgreichen Forscherin auch den Menschen Lise Meitner aufblitzen, eine Frau, die ihren Weg konsequent ging und sich ihre Integrität bewahren konnte, aber nicht ganz frei von Widersprüchen war.  Die Frage, inwieweit sie als Spitzenwissenschafterin die Verpflichtung hatte oder gehabt hätte, sich für andere Frauen in ihrem Metier einzusetzen, wird im Buch nur kurz angesprochen, bei der Präsentation vom Publikum aber heiß diskutiert. 

Dieser Bericht ist ein Beitrag zu #WomeninScience, einer Serie von bingereader.

David Rennert und Tanja Traxler, Lise Meitner – Pionierin des Atomzeitalters. Residenz Verlag 2018. 220 Seiten. Ich danke dem Residenz Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Nora Ephrons Sodbrennen

heartburnAuch im Bereich ChickLit gibt es Klassiker, und einen solchen möchte ich Euch heute vorstellen. 1983 veröffentlichte die amerikanische  Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Nora Ephron den Roman Heartburn, der in deutscher Übersetzung unter dem Titel Sodbrennen oder Quetschkartoffeln gegen Trübsinn erschien. Ephron erzählt darin die Geschichte der New Yorker Kochbuchautorin Rachel, die im siebten Monat schwanger dahinter kommt, dass ihr Mann Mark, ein Washingtoner Journalist, sie mit einer gemeinsamen Freundin, Thelma, betrügt, die ebenfalls verheiratet ist und einen Hals wie eine Giraffe und riesige Füße hat. Rachel schnappt daraufhin den gemeinsamen Sohn und zieht zu ihrem  Vater, wünscht sich aber nichts sehnlicher, als dass Mark seinen Fehler einsieht und sie ihre Ehe retten kann.  Sowohl der Roman als auch die Verfilmung mit Meryl Streep und Jack Nicholson war ein Riesenerfolg. Für Ephron nur einer unter vielen: Sie schrieb auch das Drehbuch zu Harry & Sally, Schlaflos in Seattle und Silkwood, einem Film über eine Whistleblowerin in der Atomindustrie, für den sie eine Oscar-Nominierung erhielt. Heartburn nimmt trotzdem einen ganz besonderen Platz im Leben der 2012 verstorbenen Autorin ein, denn sie erzählt darin ihre eigene Geschichte. Von 1976 bis 1980 war sie mit dem Watergate-Aufdecker Carl Bernstein verheiratet, und während ihrer zweiten Schwangerschaft im Jahr 1979 fand sie heraus, dass ihr Mann mit der Journalistin Margaret Jay, einer gemeinsamen Freundin, eine Affäre hatte.

So viele Jahre nach dem Erscheinen an Sodbrennen erinnert hat mich ein Interview mit Dolly Alderton, einer der Jurorinnen des Women’s Prize for Fiction 2019. Dessen Longlist wurde übrigens am vergangenen Montag veröffentlicht und dankenswerterweise auf schiefgelesen umgehend kommentiert. 

Meine Meinung: Mit trockenem Humor und einem Blick dafür, wie die Dinge wirklich stehen, berichtet die Ich-Erzählerin von ihrer Beziehung zu Mark und ihrer neuen Rolle als betrogene Ehefrau, stellt Überlegungen dazu an, was ihren Mann zum Seitensprung veranlasst haben könnte, und liefert Beobachtungen nicht nur zum Leben als Ehefrau und Mutter, sondern zu  Beziehungen im Allgemeinen und zur Position als Frau in der Welt des politischen Journalismus in Washington, die auch noch 35 Jahre später gewisse Gültigkeit haben. Die Situation von Frauen hat sich seither weniger geändert als uns lieb ist, so viel steht fest.

Während das von Meryl Streep im Original präsentierte Hörbuch lief, hatte ich keine Ahnung, dass Nora Ephron hier einen autobiographischen Roman geschrieben hat,  ich amüsierte mich einfach über die gekonnte Darbietung. Nach der Recherche zur Autorin finde ich es bewundernswert, wie diese die Geschichte so vergnüglich-nüchtern und nah an der Realität erzählen konnte, und dabei hat sich der Unterhaltungsfaktor im Nachhinein noch erhöht. Es ist ihr souverän und ganz ohne selbstmitleidiges Wehklagen gelungen, sich mit spitzer Feder an ihrem Ex zu rächen. Carl Bernstein, nicht nur für mich eine Ikone des investigativen Journalismus, drohte nach Erscheinen des Romans mit Klage, ließ das dann aber doch lieber bleiben. Er wusste, dass mit seiner Frau nicht zu spaßen war, wenn sie sich im Recht fühlte. Nachdem sie in den 1960er-Jahren trotz adäquater Ausbildung bei Newsweek nicht als Journalistin, sondern nur als Sekretärin tätig sein durfte, hatte sie die Zeitschrift gemeinsam mit anderen Frauen wegen Diskriminierung geklagt und den Prozess gewonnen. 

Nora Ephron, Heartburn. Ungekürztes Audiobook gelesen von Meryl Streep. Random House Audio 2013, 5 h 30 min.

Als Paperback neu aufgelegt von Virago Modern Classics 2018 (Band 19) mit einer Einleitung von Delia Ephron. 

In deutscher Übersetzung: Sodbrennen oder Quetschkartoffeln gegen Trübsinn. Knaur Verlag 1984, 236 Seiten. Nur antiquarisch erhältlich. 

FRÖHLICH FASTEN!

6724_FroehlichFasten_Umschlag.inddFröhlich Fasten, das klingt wie trocken schwimmen oder leise schreien, aber Susanne Fröhlich, die Autorin, die mir schon die positiven Seiten des Klimakteriums näher gebracht hat, weiß, wie das hinzukriegen ist. Nicht um abzunehmen, sondern in der Hoffnung, dadurch ihr Rheuma loszuwerden, hat sie 35 Tage lang aufs Essen verzichtet. Den Verlauf dieser 35 Tage und der Tage danach beschreibt sie in einem Tagebuch vom Fasten ehrlich und ohne Beschönigung, mit allen Auf und Abs, kleinen Siegen und frustrierenden Rückschlägen. Daran anschließend kommen Fastenexperten zu Wort, die die Fragen der Autorin rund ums Fasten beantworten, die medizinischen Hintergründe kurz umreißen und mit so manchem Mythos zum Thema Ernährung und Körpergewicht aufräumen. Dann liefert Susanne Fröhlich einen weiteren persönlichen Erfahrungsbericht: Sie erzählt von ihrem Aufenthalt in einer Fastenklinik und von ihren Begegnungen mit den anderen Gästen dort. Nachdem sie in Lohn der ganzen Qual ihr persönliches Fazit gezogen hat, lässt die Autorin noch Tonia Tünnissen-Hendricks, die Betreiberin des Internetportals www.heilfastenkur.de zu Wort kommen. Diese spricht über Fastentrends, beantwortet wichtige Fragen zu den Themen Verdauung und Sport und gibt Tipps zur Vermeidung von Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen und anderen körperlichen Schwierigkeiten. Zum Abschluss liefert Susanne Fröhlich ein Plädoyer für einen Versuch mit Kleinen Tipps fürs erfolgreiche Fasten. 

Meine Meinung: Von Heilfasten hatte ich schon einiges gehört, und auch wenn manche es als Spinnerei oder gefährliches Ausloten der persönlichen Grenzen abtun, war ich dazu immer positiv eingestellt, habe es aber nie selbst ausprobiert. Für mehrere Tage vollkommen aufs Essen verzichten und dabei möglicherweise auch noch einen normalen Alltag mit Job und Familie bewältigen? Das kann ich nicht, dachte ich. Susanne Fröhlich hat mich davon überzeugt, dass es machbar ist. Auch ihre Darstellung der heilenden Wirkung des Fastens bei Erkrankungen wie Rheuma oder Neurodermitis war für mich glaubwürdig. Und wenn man damit wieder gesund werden kann, dann hilft es sicher auch dabei, gesund zu bleiben. Fröhlich Fasten! liefert keine schrittweise Anleitung, es ist ein humorvoller Erfahrungsbericht mit nützlichen Anregungen, der auch dann interessant zu lesen ist, wenn man selbst nicht die Absicht hat, das Fasten auszuprobieren. Vor allem aber war das Buch für mich ein Plädoyer dafür, den Signalen des eigenen Körpers nachzuspüren und zu einem Lebensrhythmus zu finden, in dem zeitweiliger Verzicht etwas Natürliches ist. Morgen geht’s los.

Susanne Fröhlich, FRÖHLICH FASTEN! Macht Verzicht tatsächlich gesünder und glücklicher? Ein Selbstversuch mit allen Antworten! GRÄFE UND UNZER VERLAG 2019, 222 Seiten. Ich danke dem GRÄFE UND UNZER VERLAG herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

Töchter einer neuen Zeit

9783837141177_CoverHenny und Käthe beginnen 1919 gemeinsam ihre Hebammenausbildung in der Hamburger Entbindungsanstalt an der Finkenau. Tür an Tür in einer bescheidenen Wohngegend aufgewachsen haben die ansonsten recht unterschiedlichen Freundinnen den festen Vorsatz, die Aufbruchsstimmung nach dem Ersten Weltkrieg zu nutzen und aus ihrem Leben etwas zu machen. Zur selben Zeit sitzt Ida, für deren Familie Käthes Mutter als Putzfrau arbeitet, in einem vornehmeren Stadtteil Hamburgs im Haus ihrer Eltern und überlegt, wie sie der Verheiratung mit dem Wunschkandidaten ihres Vaters entgehen und etwas Abwechslung in ihr langweiliges Leben als Tochter aus gutem Hause bringen könnte. Mia, das zweite Dienstmädchen in der eleganten Villa, ist ihr nicht ganz freiwillig dabei behilflich. Und schließlich ist da noch Lina, die es in ihrer kleinen Wohnung als ihre Lebensaufgabe sieht, auf ihren jüngeren Bruder Lud aufzupassen, für den sie sorgt, seit ihre Eltern den Entbehrungen der Kriegsjahre zum Opfer gefallen sind, und die als Lehrerin davon träumt, die Ideen der Reformpädagogik umzusetzen.

In den nächsten drei Jahrzehnten bilden Henny, Käthe, Lina und Ida eine Schicksalsgemeinschaft, und auch Mia spielt im Leben der Frauen immer wieder eine entscheidende Rolle.

Meine Meinung: Mit Töchter einer neuen Zeit hat sich Carmen Korn offensichtlich das Ziel gesetzt, die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts am Beispiel ihrer Hauptfiguren – der vier Frauen und der Männer in deren Leben – nachzuzeichnen: Henny, die aus kleinbürgerlichen Verhältnissen kommt,  aber viel offener und toleranter als ihre deutschnationale Mutter ist und vorsichtig versucht, den alten und neuen Engstirnigkeiten etwas entgegenzusetzen; die aus einer Arbeiterfamilie stammende Kommunistin Käthe, die für ihre politischen Überzeugungen kämpft und deshalb von den Nazis unerbittlich verfolgt wird; Ida, die zwar gerne ein Leben ohne gesellschaftliche Zwänge führen würde, aber nicht den Mut aufbringt, dafür ihr Dasein in  bequemem Wohlstand aufzugeben; und Lina, der das Eintauchen in eine moderne Welt die Möglichkeit bietet, zu sich selbst zu finden und zu ihren Überzeugungen zu stehen, auch wenn sie sich damit in Gefahr begibt. Sehr leicht hätte das Vorhaben der Autorin in einer von Stereotypen geprägten Herz-Schmerz-Geschichte enden können, aber Carmen Korn ist es gelungen, glaubwürdige Charaktere zu schaffen und diese in einer spannenden Geschichte nicht ganz ohne, aber auch nicht mit übertriebener Dramatik agieren zu lassen. So hat sie mein echtes Interesse am Schicksal der Frauen geweckt und den Spannungsbogen bis zur letzten Seite mit manchmal überraschenden Wendungen aufrecht halten können. Die Autorin hat das Hörbuch selbst eingelesen, und auch wenn  etwas längere Pausen die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln klarer erkennbar gemacht und mir so die Orientierung erleichtert hätten, hat sie ihre literarischen Lektionen in Zeitgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Hamburg so erzählt, dass ich mich schon auf den zweiten und den dritten Teil ihrer Jahrhundert-Trilogie freue. 

Carmen Korn, Töchter einer neuen Zeit. Gekürzte Hörbuchfassung gelesen von der Autorin. Random House Audio 2017. 10 h 4 min. 

Ich danke Random House Audio herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Alles, was ich weiß über die Liebe

9783462051957_10In meinem letzten Blogbeitrag habe ich Euch die Jurymitglieder des Women’s Prize for Fiction 2019 vorgestellt. Eine davon ist die britische Journalistin Dolly Alderton, die sich in ihren Kolumnen und Podcasts vor allem mit dem Thema Liebe und Beziehungen beschäftigt. Noch keine 30 veröffentlichte sie letztes Jahr ihre Autobiographie Everything I Know about Love und landete damit einen Volltreffer. Soeben ist das mit einem National Book Award ausgezeichnete Buch unter dem Titel Alles, was ich weiß über die Liebe auch auf Deutsch erschienen. Beginnend mit Alles, was ich als Teenager über die Liebe wusste  – „Eine Beziehung zu haben, ist das Wichtigste und Aufregendste überhaupt“ (S.7) –  erzählt Alderton von wilden Parties und nicht sehr langlebigen Beziehungen, dem perfekten Haus und der Krebserkrankung einer Freundin, einem nicht ganz nach Plan verlaufenen Aufenthalt in New York und den Sitzungen mit einer Psychotherapeutin. An ihr Studium an der Universität Exeter erinnert sie sich als Mitglied einer Mädchenclique von „lärmenden, dummen, selbstverliebten Exhibitionisten“  (S. 40), und während sie kein Geheimnis aus ihrem Alkohol- und Drogenkonsum macht, findet sie klare Worte zur Vorstellung, man könne sich uneingeschränkt besaufen und zudröhnen und trotzdem beruflich erfolgreich und bis ins hohe Alter fit sein.

Meine Meinung: Dolly Alterton erzählt die Geschichte ihrer Roaring Twenties mit Ehrlichkeit, Witz und Selbstironie in einzelnen Kapiteln. Zwischendurch gibt es Kochrezepte für alle Gelegenheiten,  E-Mails mit Betrachtungen über Phänomene wie Baby- und Dinnerpartys oder überkandidelte Hochzeiten und Listen à la Bridget Jones. Die Parallelen zu Helen Fieldings Erfolgsroman der späten 1990er-Jahre sind für mich auch sonst unübersehbar, aber es gibt doch große Unterschiede: Abgesehen davon, dass die fiktive Bridget zu Beginn ihrer Erzählung um 15 Jahre älter ist als die reale Dolly, verwendet Alderton eine  deutlich explizitere Sprache als ihre literarische Vorgängerin. Das hat mich zu Beginn etwas irritiert, was möglicherweise auch an der nicht sehr nuancenreichen Übersetzung liegt. Vor allem aber ist Dolly Alderton nicht auf der Suche nach Mister Right, sondern auf der Reise zu einem angemessenen Platz  in einem erfüllenden Leben. Am Ende wartet nicht der Traummann, sondern die Erkenntnis, was es für dieses erfüllende Leben braucht. Die Achtundzwanzig Lektionen, gelernt in achtundzwanzig Jahren, die die Autorin ihren Leser*innen in einem der letzten Kapitel präsentiert, fand ich beeindruckend: Bei mir hat es deutlich länger gedauert, so viele nützliche Erkenntnisse über das Leben zu gewinnen. 

Eine weitere Besprechung gibt es bei letusreadsomebooks.

Dolly Alderton, Alles, was ich weiß über die Liebe. Aus dem Englischen von Friederike Achilles. Kiepenheuer & Witsch 2019, 331 Seiten. Ich danke dem KiWi-Verlag herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Becoming Michelle Obama

Michelle LaVaughn Robinson wurde am 17. Jänner 1964 in Chicago, Illinois geboren und wuchs gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Greg in der South Side of Chicago, auf, die nur selten in den Lebensgeschichten erfolgreicher Persönlichkeiten, dafür umso häufiger in Songtexten und Polizeiberichten vorkommt. Ihre Mutter war Sekretärin, ihr Vater arbeitete beim Wasserwerk. Nach der High School studierte sie zunächst an der Princeton University Soziologie und Afroamerikanische Studien und machte dann an der Harvard Law School ein Doktorat. Während ihrer Arbeit in einer Anwaltskanzlei in Chicago wurde ihr ein in Hawaii geborener Jurist als Praktikant zugeteilt, dessen Vater aus Kenia stammte – der Rest ist bekannt.

Meine Meinung: Kurz nachdem Barack Obama die US-Präsidentschaftswahl gewonnen hatte wurde seine Frau gefragt, ob sie nun nicht Angst vor einem Attentat auf ihn habe. ‚Mein Mann ist Afroamerikaner‘, soll Michelle Obama gesagt haben, ‚er riskiert jedesmal sein Leben, wenn er tanken fährt.‘ Diese Aussage ist in ähnlicher Form auch in der Autobiographie der Frau enthalten, die von Jänner 2009 bis Jänner 2017 First Lady der Vereinigten Staaten war. In Becoming: Meine Geschichte erzählt sie nicht die Geschichte einer Politikerehefrau und ganz sicher nicht die Geschichte eine Frau, die selbst politische Ambitionen hat – dafür legt sie ihre Karten viel zu offen auf den Tisch. Sie erzählt die Geschichte einer Afroamerikanerin, die es getragen von der Geborgenheit eines liebevollen Elternhauses geschafft hat, auf Basis einer ausgezeichneten Ausbildung Karriere zu machen und den Weg zu gehen, den sie selbst gehen wollte. Besonders zu Beginn des Präsidentschaftswahlkampfes ihres Mannes wurde sie, wohl nicht zuletzt aufgrund von Aussagen wie der eingangs zitierten, dafür kritisiert, eine „zornige Schwarze“ zu sein. So etwas wie Zorn habe ich in ihrer Autobiographie nur an einer Stelle aufblitzen sehen, nämlich in ihren Kommentaren zu Donald Trumps offen zur Schau gestelltem Sexismus und Rassismus. Ansonsten liefert sie eine nüchterne Bestandsaufnahme der Situation von Minderheiten und der politischen Stimmung in ihrem Land. Sie und ihr Mann seien sich dessen bewusst gewesen, dass er als schwarzer Präsident für manche eine Provokation darstellen würde, erklärt sie ganz offen, und damit einer der Auslöser einer reaktionären Gegenbewegung gegen die Liberalisierung der Gesellschaft und gewesen sei. 

Aber auch wenn die Hautfarbe ein Faktor ist, der sich aus Michelle Obamas Lebensgeschichte nicht einfach wegdenken lässt, es ist nicht das Thema, um das diese Biographie kreist. Sie erzählt von einer liebevoll behüteten Kindheit in einfachen, aber stabilen Verhältnissen, von einem Leben mit einem  Vater, der sich von seiner Multiple Sklerose-Erkrankung nicht unterkriegen ließ, vom Hineinwachsen in eine ihr vollkommen fremde akademische Welt, von der erfolgreichen Suche nach einer sinnstiftenden beruflichen Tätigkeit, vom Zusammenwachsen mit einem Partner, dessen Naturell von dem ihren vollkommen verschieden war, von den Schwierigkeiten bei der Erfüllung des Kinderwunsches, von den Herausforderungen im Alltag einer berufstätigen Mutter, vom Erlernen des „Jobs“ einer Politikerehefrau und einer First Lady, vom Leben im Weißen Haus und davon, wie es gelingen kann, Kindern unter ungewöhnlichen Bedingungen eine einigermaßen normale Kindheit zu ermöglichen. 

Michelle Obama spricht über all das mit Selbstbewusstsein, aber ohne Überheblichkeit, mit dem Mut, Unangenehmes anzusprechen, aber ohne Wehleidigkeit, mit viel Optimismus, aber ohne Schönfärberei. Ich hatte den Eindruck, dass ihre Motivation vor allem darin besteht, zu erzählen, wer Michelle Obama ist, und anderen Mädchen und Frauen Mut zu machen, ebenfalls ihren eigenen Weg zu gehen und sie selbst zu sein. Die von der Autorin selbst eingespielte Hörbuchfassung des englischen Originals hat mich begeistert, aber ich bin überzeugt davon, dass die deutsche Übersetzung nicht weniger beeindruckend ist. 

Michelle Obama, Becoming. Audiobook read by the author. Random House Audio 2018, 19 h 3 min.

In deutscher Übersetzung von Harriet Fricke, Tanja Handels, Elke Link, Andrea O’Brien, Jan Schönherr & Henriette Zeltner: BECOMING: Meine Geschichte. Goldmann Verlag 2018. 544 Seiten. 

 

Die Frauenleserin – Blogparade zum Jahreswechsel

 

Frauenleserin Kerstin Herbert hat zu einer Blogparade eingeladen und dazu einige Fragen gestellt, die ich sehr gerne beantworte:

Kerstins Frage: Wie hoch ist Deine „Frauenquote“? Wieviele Bücher hast Du in diesem Jahr gelesen und/oder rezensiert? Wieviele davon wurden von Autorinnen verfasst?

Meine Antwort: Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Mindestens fifty-fifty. Auf diesem Blog ist 100 % Frauenquote ja sozusagen Programm, auch wenn gelegentlich mal ein Autor hineinrutscht. Ich hab dann doch nachgezählt: Heuer waren das 25 Autorinnen und 1 Autor. Daneben blogge ich auf BritLitScout auch noch über englischsprachige Literatur, und da sieht die Sache anders aus: 9 Autorinnen stehen 18 Autoren gegenüber. Insgesamt also 34:18 – da ist Luft nach oben. 

Kerstins Frage: Welches Buch einer Autorin ist Dein diesjähriges Lesehighlight?Weiterlesen »